ÖGUT-Umweltpreis 2019

World without waste (Sponsor: Coca-Cola Austria):

  • PREISTRÄGER: ÖKOLED 3D Bio Design Leuchten Serie
    Siller GmbH, Göfis, Vorarlberg
  • NOMINIERT: claro 100% Zero Waste Geschirrspültabs
    claro products GmbH, Mondsee, Oberösterreich
  • NOMINIERT: ÖKOBETON - mit Baurestmassen zu 100% Qualität und 0% Abfall
    Wopfinger Transportbeton Ges.m.b.H., Oberwaltersdorf, Niederösterreich

 

© Siller GmbH
© Siller GmbH

PREISTRÄGER:

ÖKOLED 3D Bio Design Leuchten Serie

Siller GmbH, Göfis, Vorarlberg

Die von der Siller GmbH entwickelte 3D Bio Design-Leuchten-Serie ÖKOLED verbindet hochwertiges Licht, schönes Design und Schonung von Ressourcen und Umwelt. Die Rohstoffbasis der 3D Bio Leuchten ist Lignin, ein Nebenprodukt der Papierindustrie.

Nachwachsende Rohstoffe und lange Lebensdauer

Ein Ziel der Siller GmbH ist es, hochwertiges Licht verpackt in regional und gänzlich aus nachwachsenden Rohstoffen produzierten Leuchten mit sehr langer Lebensdauer zu produzieren. Der Rohstoff ist Lignin, ein Nebenprodukt aus der Papierindustrie, das bisher mangels anderer Anwendungsmöglichkeiten einfach verbrannt wurde. Außerdem sorgt ein modulares System für mehr Nachhaltigkeit und lange Nutzungsdauer. Einzelteile können problemlos durch Schraubverbindungen gewechselt werden. Die Nutzungsdauer der ÖKOLED Tageslichtlampen ist auf mehr als 30 Jahre ausgelegt. Nach dem Ende der Nutzungsdauer sollen alle Bestandteile ohne jegliche Umweltbelastung kompostiert oder wieder dem Produktionsprozess zugeführt werden können.

BenutzerInnen im Fokus

Die Lichtmodule sind etwa auf hochwertiges, sonnengleiches Licht mit vollwertigem Farbspektrum im sichtbaren Bereich getrimmt. Das schont die Augen, schützt vor AMD (Alters Makula Degeneration) und unterstützt scharfes, ermüdungsfreies Sehen, außerdem wird die Konzentration gefördert. Auch reduziert hochwertiges Licht immer die Unfall- und Verletzungsgefahr.

Neues Einsatzgebiet für Lignin

Die Jury hat unter anderem die innovative Möglichkeit, Lignin zukünftig als Material bei der Herstellung eines Massenprodukts zu nutzen, überzeugt. Auch das konsequente Produktdesign, der modulare Aufbau sowie die Berücksichtigung des Wohlbefindens der NutzerInnen wurde sehr positiv beurteilt. Die ÖKOLED 3D Bio Design-Leuchten-Serie ist eine anspruchsvolle Produktserie, die aktuell noch nicht in den Massenmarkt gefunden hat, aber das Potenzial dafür aufweist und jedenfalls eine innovative Nutzung von Lignin aufzeigt.

Kontakt: Siller GmbH, Walter Siller, www.oekoled.at

v.l.n.r.: Walter Siller (Siller GmbH), Stephan Bruck (Coca Cola), Marcel Siller (Siller GmbH), Rene Alfons Haiden (Präsident der ÖGUT), Monika Auer (Generalsekretärin der ÖGUT)
© claro GmbH
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NOMINIERT:

claro 100% Zero Waste Geschirrspültabs

claro products GmbH, Mondsee, Oberösterreich

Die Geschirrspültabs „claro 100 % Zero Waste" der claro products GmbH sind biologisch abbaubar, die Inhaltsstoffe sind zu 100 % gentechnikfrei und bis zum Rohstoffhersteller zurück verfolgbar. Zudem wird auf Farb- und Duftstoffe in den Tabs verzichtet. Auch die Verpackungslösung ist nachhaltig durchdacht: die Verpackung besteht aus einem kompostierbaren Graskarton.

Kurze Transportwege & Zero Waste

Die claro Tabs werden in der eigenen Produktion in Oberösterreich hergestellt und werden anschließend in den Graskarton, der ebenso in Oberösterreich produziert wird, verpackt. So werden die Transportwege kurzgehalten. Mit dem Graskarton werden bis zu 50 % an CO2 bei der Verpackung eingespart. Die Inhaltsstoffe sind zu 80 % natürlichen Ursprungs und vollständig biologisch abbaubar. Durch den Einsatz biologisch abbaubarer und zertifizierter Inhaltsstoffe werden Reinigungsmittel vermieden, die durch das Abwasser schädliche Stoffe in die Umwelt und den ökologischen Kreislauf bringen.

Hohes Potenzial für den Massenmarkt

Die Jury überzeugte bei den claro 100% Zero Waste Geschirrspültabs die konsequente Entwicklung des Produktes über den gesamten Lebenszyklus bis zur kompostierbaren Verpackung aus Graskarton. Die Tabs wurden zunächst für den Biomarkt-Sektor entwickelt und sind vorerst in Biomärkten erhältlich. Hier sieht die Jury großes Potenzial für den Massenmarkt, da der etablierte Produzent auch Zugang zu traditionellen Vertriebswegen hat und sich das Produkt bei entsprechender Nachfrage auch im herkömmlichen Markt etablieren lässt („Supermarktprodukt").

Kontakt: Miriam Kronreif, marketing@claro.at, www.claro.at 

© Wopfinger Transportbeton Ges.m.b.H.
© Wopfinger Transportbeton Ges.m.b.H.

NOMINIERT:

ÖKOBETON - mit Baurestmassen zu 100% Qualität und 0% Abfall

Wopfinger Transportbeton Ges.m.b.H., Oberwaltersdorf, Niederösterreich

Wopfinger bereitet Baurestmassen soweit auf, dass sie als Kies- und Sandersatz bei der Betonerzeugung (Recyclingbetons „ÖKOBETON") eingesetzt werden können. Dadurch können teure Deponieflächen eingespart und Sand- und Schotterressourcen geschont werden.

Primärrohstoffe verbleiben im Wertschöpfungskreislauf

Mit dieser Entwicklung leistet Wopfinger Transportbeton einen aktiven Beitrag zur Reduktion des Einsatzes von natürlichen Gesteinskörnungen. Die Primärrohstoffe bleiben durch Aufbereitung und Sortierung dem Wertschöpfungskreislauf länger erhalten.

Weiterentwicklung der Betonrezepturen

Darüber hinaus wurde Pionierarbeit in der technischen Entwicklung der Nassaufbereitung sowie in der Weiterentwicklung der Betonrezepturen geleistet. Die Herausforderung bei dem ÖNORM geprüften Produkt ÖKOBETON war es, einen Weg zu finden, anfallende Hochbaurestmassen so aufzubereiten, dass das dabei entstehende Produkt im Vergleich mit den natürlichen Rohstoffen wie Sand und Kies qualitativ gleichwertig hergestellt werden kann.

Effizienter Prozess

Besonders positiv bewertete die Jury die hohe Effizienz des Prozesses. Die Baurestmassen können durch die Aufbereitung und entsprechende Sortierung zu 100 % recycelt bzw. verwertet werden. Der mineralische Anteil an Ziegel und Beton findet Verwendung in der Betonherstellung, anfallende Alteisen und Metalle werden dem Metall-Recycling zugeführt. Aussortierte Reste an Holz, Kunst- und Dämmstoffen finden wiederum Verwendung als Sekundärbrennstoff. Die ausgewaschenen Feinanteile werden bei der Herstellung von Zement verwendet.

Derzeit können rund 15 % Primärressourcen bei Wopfinger Transportbeton eingespart werden, Tendenz steigend. Ziel ist es, durch weitere Rezeptur- und Qualitätsverbesserung bei der Herstellung von Recyclingmaterialien neue Anwendungsgebiete zu erschließen und die Ressourcenschonung weiter zu erhöhen.

Kontakt: Ing. Johann Kutterer, MSc
www.wopfinger.com/produkte/oekobeton.html

v.l.n.r.: Stephan Bruck (Coca Cola), Johann Kutterer, Franz Denk, Katharina Kindelmann (Wopfinger Transportbeton Ges.m.b.H), Rene Alfons Haiden (Präsident der ÖGUT), Monika Auer (Generalsekretärin der ÖGUT)