(c) Antonija Wieser/ÖGUT

Projekt

Saubere Luft in der Tierproduktion

Ausgangssituation

Die Tierproduktion in Österreich steht vor der Herausforderung, sowohl umweltverträgliche als auch dem Tierwohl entsprechende Haltungssysteme umzusetzen. Bisher sind die Emissionen aus vielen Tierproduktionsbetrieben als zu hoch eingestuft. Maßnahmen zur Emissionsreduzierung bei Tierhaltungsanlagen sind dringend erforderlich und auch gesetzlich gefordert (NEC-Richtlinie). Die Tierproduktion ist außerdem der größte Feinstaubemittent, gefolgt von Verkehr und privater Wärmeerzeugung. Dies stellt ein gesundheitliches Risiko dar, wofür es in der Öffentlichkeit wenig Bewusstsein gibt.

Ziele

Das Hauptaugenmerk im Projekt liegt auf einer Reduktion der treibhauswirksamen Ammoniakemissionen (NH3) aus der Tierproduktion. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Erprobung des ersten emissionsarmen Tierwohlstalls für Mastschweine in Österreich, der technisch in den Bereichen Tierhaltung und Emissionen völlig neue Wege geht. Die Verbindung von Emissionsminderung und Optimierung der Produktion wird durch den Einsatz modernster Techniken und deren Evaluierung im Team erarbeitet. Durch die Emissionsreduzierung wird auch die Geruchsbelastung geringer. Gleichzeitig bedeutet dieser neuartige Stall eine Innovation in Sachen Tierwohl, Tierschutz und der Tierhaltung generell.

Ergebnisse

  • Wissenschaftlich fundierte Aussagen zu den Emissionseinsparpotenzialen von Best Practice Beispielen im Bereich der Schweinemast
  • Praxistaugliche Umsetzungsmöglichkeiten der NEC-Richtlinie im Bereich Tierproduktion durch Stakeholder-Einbindung u.a. im Rahmen einer Netzwerkveranstaltung
  • Best-Practice Maßnahmenkatalog in Form einer Informationsbroschüre
  • Bewusstseinsbildung für die Umsetzung und Beratung für die technische Etablierung
  • Empfehlungen für Fördermaßnahmen

Durch eine aktive Einbindung der AkteurInnen im Bereich Schweinemast sollen die entwickelten Produktionssysteme optimiert und als schonende Alternative positioniert werden. Die Einbindung von Stakeholdern und Schweinemastbetrieben soll die entwickelten Produktionssysteme als Ansatz zur Lösung der erforderlichen Emissionsreduzierung und zum Abbau bestehender bzw. zur Vermeidung zukünftiger Interessenskonflikte mit TierschützerInnen und AnrainerInnen präsentieren.

Projektpartner

Mit Unterstützung von

Bund, Ländern und Europäischer Union aus Mitteln des ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums)

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