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Projekt

Schladming: Weniger Müll für´s Lebensg´fühl

Schladming, eine Stadt mit fast 7000 EinwohnerInnen in der Steiermark und beliebte Urlaubsdestination, will auch im dritten Jahr des Projektes seine Abfallmenge drastisch reduzieren. Die Herausforderungen sind vielfältig, denn während eines typischen Jahres werden 1,5 Millionen Nächtigungen gezählt. Dabei gibt es bei großen Events wie dem „Nightrace" knapp 50.000 BesucherInnen pro Event, aber auch die vielen „kleineren" Events stellen die Organisatoren vor viele Herausforderungen, wie ein stark wechselndes Abfall- und Abwasseraufkommen.

Die ÖGUT und ihre Projektpartnerinnen AQA und Pulswerk haben in den ersten zwei Jahren schon viel erreicht: neben dem „Müllpass"-Kreativwettbewerb an Schulen über die Entwicklung eines Green Event Handbuchs bis hin zur erfolgreichen Zertifizierung mehrerer Hotels mit dem Österreichischen Umweltzeichen hat sich einiges getan. Dabei wurde eng mit Akteur*innen aus der Gemeinde, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft zusammengearbeitet und neue Wege im Umgang mit Abfall beschritten.

Nun geht das Projekt in die dritte Runde, in der es vor allem um die Anwendung und die langfristige Perspektive der Projektinhalte gehen soll. Konkret heißt das zum Beispiel: Den Erfahrungsaustausch von zertifizierten Hotels in einer „Community of Practice" ermöglichen. Die Aufstellung von neuen Trennstationen, die eine bessere Mülltrennung möglich machen. Bewusstseinsbildung und Bekanntmachung des bisher erreichten, um neue Impulse setzen und weitere Entwicklungen anstoßen zu können. Und vieles mehr!

Das entstandene Netzwerk in Schladming soll in diesem Jahr um Vereine und Apartments erweitert werden, um auch hier Möglichkeiten zur Abfallvermeidung wahrzunehmen. Neu ist auch der Fokus auf die Kleinregion: Schladming hat Erkenntnisse und Erfahrungen gesammelt, die sich zu teilen lohnen. Dafür bieten sich unter anderem der Windelgutschein an, der jungen Eltern bereits jetzt einen Anreiz zur Verwendung von Mehrwegwindeln bietet. Aber auch das Green Event Handbuch, das über die Gemeindegrenzen hinweg Anwendung finden und Abfallmengen reduzieren kann.
Was bleibt gleich? Vor allem die Erkenntnis, dass das Projekt auch in diesem Jahr vor allem vom Engagement, dem Interesse und der Motivation von Menschen vor Ort lebt und nur mit ihrer Hilfe möglich ist. Daher: Vielen Dank und bitte weiter so!

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