Projekt

Veränderung bewegen – E-Carsharing in Wohnhausanlagen bringen

Ausgangssituation

Angesichts der aktuellen Herausforderungen zum Erreichen von Klimaschutzzielen ist ein Umstieg auf nachhaltigere Mobilitätsformen dringend notwendig. E-Carsharing ist ein Beispiel dafür. Dessen Potenzial ist besonders groß, wenn es direkt in Wohnhausanlagen angeboten wird: Denn der Wohnsitz ist Ausgangspunkt und Ziel der meisten Wege. Menschen sind besonders offen dafür, neue Mobilitätsformen auszuprobieren, wenn es Veränderungen in ihrem Umfeld gibt. Sanierungen oder der Neubau von Wohnhausanlagen sind daher besonders günstige Gelegenheiten für die Schaffung von E-Carsharing-Angeboten. Der stärkste Multiplikatoreffekt für E-Carsharing lässt sich dabei durch jene Akteure erzielen, die die Sanierungen und Neubauprojekte betreiben: die Wohnbauträger. Doch aktuell ist die Errichtung von E-Carsharing noch keineswegs Standard bei solchen Projekten.

Das Ziel

Ziel des vorliegenden Projekts ist es daher, Wohnbauträger für die Potenziale und Möglichkeiten von E-Carsharing in ihren Wohnhausanlagen zu sensibilisieren. Bis Ende 2019 sollen mindestens fünf Bauträger dazu bewegt werden, konkrete Konzepte und verbindliche Interessensbekundun-gen für die Umsetzung von E-Carsharing in ihren Wohnhausanlagen vorzulegen. Damit soll ein Beitrag dazu geleistet werden, dass E-Carsharing mittelfristig zu einem Standardbaustein bei größeren Gebäudesanierungen und Neubauvorhaben wird.

Die Maßnahmen

Erreicht werden soll das Ziel durch die bislang größte Informationsoffensive im Bereich E-Carsharing im Wohnbau. Diese richtet sich an die Wohnbauträger und umfasst verschiedene speziell auf sie zugeschnittene Informations- und Kommunikationsmaßnahmen. Das Herzstück ist die Errichtung einer Informationswebsite zu E-Carsharing in Wohnhausanlagen. Diese soll insbesondere auch In-formationen zu Fördermöglichkeiten und seriösen E-Carsharing-Anbietern beinhalten, die Wohnbauträgern als Entscheidungsgrundlage dienen können. Die Website soll in Ostösterreich und dar-über hinaus Bekanntheit erlangen und im Bewusstsein von Bauträgern und Mobilitätsdienstleistern verankert werden. Weitere geplante Kommunikationsmaßnahmen sind ein Factsheet sowie ein E-Briefing, ein Video, Informationen im Rahmen von Fachveranstaltungen, ein Stakeholder-Workshop, Beiträge für Fachpublikationen sowie Social-Media- und Pressearbeit.

Mit den genannten Maßnahmen sollen Bauträger umfassend über das Potenzial von E-Carsharing in Wohnhausanlagen informiert werden: Welche Vorbehalte gegenüber E-Carsharing erweisen sich bei einem Faktencheck als unbegründet? Welche Betreibermodelle, Angebotskonzepte und seriö-se Anbieter gibt es? Was sind Kostenvorteile von E-Carsharing? An welchen Best-Practice-Beispielen kann man sich orientieren?

Projektkonsortium und die Rolle der ÖGUT

An diesem Projekt sind neben der ÖGUT auch wohnbund:consult (Projektleitung), der VCÖ sowie die Agenturen media productions und crossconnect beteiligt. Die Aufgabe der ÖGUT ist die Mitwirkung an den inhaltlichen Recherchen, auf denen dann die diversen Kommunikationsmaßnahmen aufbauen. Dazu zählt insbesondere die Durchführung von Interviews mit Bauträgern: Welche Erfahrungen haben diese mit E-Carsharing bereits gemacht? Was sind ihre Vorbehalte? Welche Bedürfnisse und Motive haben sie?

Projektleitung ÖGUT

Gerhard Bayer

ProjektmitarbeiterInnen ÖGUT

Joachim Thaler

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