Schematisches Gesamtkonzept der vernetzten Bioraffinerie © alchemia-nova

Projekt

Austrian BioCycles: Biobasierte Industrie als Bestandteil der Kreislaufwirtschaft

Aufgrund der beschränkten Verfügbarkeit primärer Ressourcen und der Konkurrenz biobasierter Produkte zu Nahrungs- und Futtermitteln, ist Kreislaufwirtschaft und die Nutzung sekundärer Rohstoffe, z.B. aus der Lebensmittelproduktion und biogenem Abfall für die biobasierte Industrie ein wichtiges Thema geworden.

Logistische Besonderheiten und wirtschaftliche Nachteile biogener Rohstoffe gegenüber fossiler Rohstoffe liegen unter anderem in der begrenzten Haltbarkeit, der dezentralen Gewinnung und der geringen Energiedichte von Biomasse. Um die Ansprüche der Kreislaufwirtschaft zu erfüllen und negative ökologische Auswirkungen einzuschränken, wurden in den letzten Jahren zahlreiche Bioraffinerie-Konzepte entwickelt, die eine möglichst flexible Verarbeitung unterschiedlicher Biomassen zu einer breiten Palette an Produkten unter Ausnutzung des gesamten Potenzials – ohne Produktion von „Restmassen" oder „Abfällen" – ermöglichen. Dennoch wurden bisher nur wenige Bioraffinerien, vor allem in den Bereichen Holz, Papier und Lebensmittel im kommerziellen Maßstab in Betrieb genommen.

Im Projekt „Austrian BioCycles" werden sekundäre Rohstoffe und deren potenzielle Nutzung in der biobasierten Industrie für Österreich untersucht. Die anfallende sekundäre Biomasse wird in einem detaillierten Mengengerüst erhoben, anschließend wird durch Bezugnahme auf spezifische Konversionstechnologien das theoretische Substitutionspotenzial herausgearbeitet.

Basierend auf vorhandener Infrastruktur wird ein Logistikkonzept für ein integriertes Bioraffinerienetzwerk in Österreich entwickelt und in einer Karte dargestellt. Die erarbeiteten Konzepte für eine kreislaufwirtschaftsfähige Produktion biobasierter Produkte mit diversen Nutzungswegen werden in ihren ökonomischen und ökologischen Auswirkungen abgeschätzt und herkömmlichen Produktionswegen biobasierter Materialien gegenübergestellt.

Projektleitung ÖGUT

Erika Ganglberger

ProjektmitarbeiterInnen ÖGUT

Joachim Thaler

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