Susanne Hasenhüttl

Expertin am Wort

Standards helfen gegen Green-Washing: Susanne Hasenhüttl bei Diskussion „Nachhaltig investieren – geht das?“

Das Festival Zukunft gestalten der Stadtgemeinde Baden musste aufgrund von Corona abgesagt werden – einzelne Diskussionen werden nun jedoch online abgehalten, darunter auch die Diskussion „Geld regiert die Welt! Nachhaltig investieren – geht das?"

Am 14. Mai diskutierte Susanne Hasenhüttl mit Finanz-VertreterInnen – Alexandra Schwaiger von der fair-finance Vorsorgekasse, Martin Heilinger von der Volksbank Baden, Wolfgang Pinner von Raiffeisen Capital Management und Alexander Osojnik vom Erste Asset Management –, wie man nachhaltig, ethisch aber trotzdem gewinnbringend investieren kann.

Standards helfen gegen Green-Washing

„Grundsätzlich ist das Thema nachhaltige Geldanlagen ein komplexes Thema, doch mit dem Österreichischen Umweltzeichen und dem FNG-Siegel wurden schon vor vielen Jahren Standards für Nachhaltige Geldanlagen entwickelt – und die Einhaltung dieser Standards wird von unabhängigen ExpertInnen überprüft, um eben Green-Washing zu verhindern", erklärte die Green-Finance-Expertin Susanne Hasenhüttl im Webinar.

In den Banken „hapert es manches Mal noch ein bisschen an der Beratung" zu Nachhaltigen Finanzprodukten, so Hasenhüttl, doch da versuche die ÖGUT mit der Weiterbildung für FinanzberaterInnen mittlerweile sehr erfolgreich gegenzusteuern. KonsumentInnen rät sie, „lästig" zu sein und die Informationen über Nachhaltige Geldanlagen bei den Banken einzufordern. Informationen über andere Investitionen abseits von Fonds oder Sparbüchern finde man auch auf der Website gruenesgeld.at der ÖGUT.

Das Thema müsse jedenfalls mehr in den Mainstream und man sei da durchaus auf einem guten Weg, argumentierte Hasenhüttl: „Wir sehen in den letzten Jahren eine durchschnittliche Wachstumsrate von 25 Prozent", so die Expertin. Die neuen Vorgaben der EU und das zunehmende Umdenken würden auch weiterhin für wachsendes Volumen im zweistelligen Bereich sorgen – trotz oder sogar noch angefeuert durch die Coronakrise, waren sich die DiskussionspartnerInnen einig.

Das Webinar zum Nachhören

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