Projekt

Begleitung der Forschungsinitiative „Zukunftssicheres Bauen“

Inhaltlich knüpft „Zukunftssicheres Bauen“ an die erfolgreiche Forschungsinitiative „Nachhaltigkeit massiv“ des Fachverbands Steine-Keramik an, die in den Jahren 2008 bis 2010 im Programm „ENERGIE DER ZUKUNFT“ aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert wurde. Im Rahmen von „Nachhaltigkeit massiv“ setzten zahlreiche österreichische Forschungsinstitutionen unter Leitung des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie und unter wissenschaftlicher Begleitung durch die ÖGUT und 17&4 eine Reihe von Forschungsaktivitäten und Initiativen zur Definition von Kriterien zur Nachhaltigkeit von Baustoffen.

Forschungsfragen, die als besonders relevant identifiziert wurden, werden nunmehr in der Forschungsinitiative „Zukunftssicheres Bauen“ aufgegriffen und weiter vertieft.

Inhalte und Zielsetzungen

Das Ziel der Forschungsinitiative „Zukunftssicheres Bauen“ ist die Untersuchung ganzheitlicher Aspekte zukunftssicheren Bauens, die dazu dienen, technologische Weiterentwicklungen von Produkten und Dienstleistungen der Unternehmen der Stein- und keramischen Industrie zu initiieren und zu fördern. Lösungsansätze aus dem Bereich der Grundlagenforschung sollen für die Praxis anwendbar und ökonomisch umsetzbar gemacht werden, um darauf aufbauend die österreichische Bauwirtschaft, insbesondere die Erzeuger mineralischer Bauprodukte, bei der Bewältigung aktueller Herausforderungen zu unterstützen und die Weiterentwicklung nachhaltiger Baustoffe auf mineralischer Basis voranzutreiben.

Methodische Vorgangsweise

Die Forschungsarbeit in den Jahren 2013 und 2014 wurde in 5 Teilprojekten durchgeführt, die folgenden Themen gewidmet waren:

  • die (Weiter-)Entwicklung von Ökoindikatoren zur Verbesserung der Methodik der Ökobilanzierung, welche – basierend auf der objektivierten Berechnung von Wirkungsbilanzdaten – ein Kerninstrument zur ökologischen Bewertung und Optimierung von Gebäuden und Bauprodukten darstellt und damit in besonderer Weise den Zielsetzungen nationaler Nachhaltigkeitsstrategien entspricht
  • Überlegungen zu neuen methodischen Ansätzen der CO2-Bilanzierung von Bauprodukten und Auswirkungen entlang ihres gesamten Lebenszyklus, um wertvolle An-satzpunkte für die Verbesserung in Richtung Klimaneutralität zu gewinnen
  • das Erforschen des Wohngebäudebestands verschiedener Bauepochen in Österreich hinsichtlich Dauerhaftigkeit und Bestandssicherheit von Gebäuden in Bezug auf deren Bauweise, verwendete Baumaterialien sowie realisierte Sanierungszyklen
  • Untersuchung der Anforderungen an zukünftige, nachhaltige und katastrophenresistente Bauweisen, -materialien und -produkte zur Umsetzung von baulichen Maßnahmen an Gebäuden zum Schutz vor Extremwetterereignissen.
  • eine systematisch vergleichende Analyse wissenschaftlicher Publikationen zur Diskussion kostenoptimaler Niveaus von Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden und Gebäudekomponenten

Bisherige Ergebnisse

Die Projekte liefern einerseits einen direkten Input zur Entwicklung nachhaltiger Regelwerke, Normen sowie Fördersysteme und sollen andererseits die Weiterentwicklung nachhaltiger Baustoffe auf mineralischer Basis vorantreiben. 

Die bisherigen Ergebnisse der Teilprojekte variieren entsprechend den gesetzten Themen und Schwerpunktstellungen stark. Einen zusammenfassenden Überblick bietet der von der ÖGUT erstellte Bericht, zudem liegen inhaltliche Berichte zu den Teilprojekten vor, die auf der Nachhaltig Wirtschaften-Website heruntergeladen werden können.

Ausblick

Der Fachverband der Stein- und keramischen Industrie wird die Forschungsinitiative mit dem Ziel der Verankerung weiterentwickelter, quantitativer Indikatoren zur Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden und Bauprodukten in Normen, Richtlinien und Instrumenten zur Nachhaltigkeitsbewertung auch in den kommenden Jahren fortsetzen und wird weitere Forschungsprojekte bei Instituten der Bauforschung im Rahmen der inhaltlich koordinierten Initiative beauftragen.

Projektbeteiligte


Projektleitung

  • Fachverband der Stein- und keramischen Industrie

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

  • Koordination und Begleitung: ÖGUT – Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik

Forschungspartner:

  • TU Graz, Institut für Materialprüfung und Baustofftechnologie mit angeschlossener Technischer Versuchs- und Forschungsanstalt– Projekt „Ökoindikatoren“
  • IIÖ – Institut für industrielle Ökologie – Projekt „CO2-Bilanzierung“
  • OFI – Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik
  • TU Wien – Institut für Hochbau und Technologie, Hochbaukonstruktion und Bauwerkserhaltung – Projekt „Wohngebäudezustand“
  • BTI – Bautechnisches Institut, Versuchs- und Forschungsanstalt für Baustoffe und Baukonstruktionen – Projekt „Katastrophensicherheit“
  • IBR&I – Institute of Building Research & Innovation –Projekt „Meta-Analyse”

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