Themenbereich Ressourcen & Konsum

Ressourcen & Konsum

Arbeitsschwerpunkte

In der Vergangenheit hatten stetiges Wachstum, zunehmende Gewinne und steigende Güterproduktion oberste Priorität. Stetiges Wachstum in einem begrenzten Ökosystem ist aber auf Dauer nicht möglich. Der weltweit steigende Bedarf führt mittelfristig zu Engpässen bei nicht erneuerbaren Rohstoffen. Rohstoffe sind die Basis für alle materiellen Produkte und somit für den Lebensstandard der Menschen.

Die Verknappung natürlicher Ressourcen wird die zukünftige Herausforderung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Zur langfristigen Sicherung der Lebensqualität und des materiellen Wohlstandes braucht es eine absolute Reduktion des Einsatzes nicht erneuerbarer Rohstoffe, also eine Effizienzrevolution in Bezug auf Ressourcen. Das bedeutet die Umstellung des Wirtschaftssystems auf erneuerbare Rohstoffe, eine weitgehende Kreislaufwirtschaft und generell einen bewussten Umgang mit Konsumgütern.

Intelligentes Ressourcenmanagement über die gesamte Wertschöpfungskette ist gefragt: Es beginnt mit dem Ressourceneinsatz in der Landwirtschaft und Rohstoffherstellung. Bei der anschließenden Verarbeitung der Rohstoffe zur Produktion von Lebensmittel und Konsumgütern sind neben der Wahl des Rohstoffs ein effizienter Materialeinsatz, die Reduktion der anfallenden Abfallmengen und der Emissionen wichtige Ansatzpunkte. Die Biobasierten Industrie, die erneuerbare Rohstoffe vorwiegend stofflich nutzt und kaskadische Nutzungskonzepte forciert, nimmt dabei eine wesentliche Rolle ein. Umfassendes Ressourcenmanagement bedenkt auch die Produktnutzung – Qualitätskennzeichnung über Gütezeichen und Labels und Sharingkonzepte können NutzerInnen bei der Konsumentscheidung helfen. Im nachhaltigen Konsum ist darüber hinaus die Nutzungsdauer entscheidend. Reparatur, Recycling (inkl. Upcycling) und Rückführung der Rohstoffe ermöglichen eine Kreislaufwirtschaft.

Arbeitsschwerpunkte im Bereich Ressourcen & Konsum

Die ÖGUT

  • begleitet Strategieprozesse und Stakeholder-Dialoge,
  • vernetzt nationale und internationalen Akteure,
  • setzt Impulse für die Entwicklung innovativer und ressourceneffizienter Produktionsprozesse und Technologien sowie für die erweiterte Nutzung erneuerbarer Rohstoffe,
  • verbreitet Wissen über wichtige Entwicklungen im Bereich nachhaltig wirtschaften, wie etwa zur biobasierten Industrie, Bioökonomie und Rohstoffverknappung,
  • entwickelt, bündelt und verbreitet Qualitätskriterien zur Kennzeichnung von nachhaltigen Produkten,
  • bearbeitet Fragestellungen zur nachhaltigen Landwirtschaft und Ernährung,
  • setzt Themen und führt Diskussionen zu nachhaltigem Konsum,
  • macht Bewusstseinsbildung und setzt Awareness-Maßnahmen z.B. zur Abfallvermeidung.