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Vergleich von Transportbilanzen unterschiedlicher Produkte im Lebensmitteleinzelhandel

Regionale und überregionale Lebensmittel im Vergleich

Die Verteilung der Nahrungsmittel von der Erzeugungsstätte bis hin zu den Einzelhändlern erfolgt zumeist über den Straßengüterverkehr. Über die Umweltauswirkungen dieser Transportwege gibt es zwar ganz allgemeine Untersuchungen für ausgewählte Produkte. Eine vergleichende Bilanzierung über mehrere Produktgruppen aus dem Lebensmittelbereich, bezogen auf bestimmte Marken, unterschiedliche Distributionssysteme und räumliche Bezugssysteme, fehlte jedoch bisher. Um im Rahmen verschiedener Programme wie etwa den "Nachhaltigen Wochen" die Umweltauswirkungen von Nahrungsmittel diskutieren zu können, wurde das Ökologie-Institut vom Lebensministerium beauftragt, die dafür notwendigen datenseitigen Grundlagen zu schaffen.

Es wurde eine vergleichende Analyse von 20 produktbezogenen Transportbilanzen durchgeführt, die 5 verschiedene Produktkategorien umfasst (Apfelsaft, Käse, Erdbeerjoghurt, Kartoffeln, Lungenbraten). In diesen Kategorien wurden jeweils vergleichend 4 Produkte unterschiedlicher Erzeuger betrachtet und die produktbezogenen Transportwege entlang der Wertschöpfungskette bis zum „Point of Sale“ verschiedener Einzelhandelsketten im selben räumlichen Bezugssystem (z.B. Stadt Wolfsberg) ermittelt. Dabei wurde jeweils ein regionales Produkt mit überregionalen bzw. importierten Erzeugnissen der Produktkategorie verglichen.

Die dabei anfallenden Umweltwirkungen wurden anhand ausgewählter Kennzahlen dargestellt (Kumulierte Transportkilometer, produktspezifischer Transportweg, transportbedingte C02-Emissionen und Modal Split). Dabei schneiden durchwegs regionale Produkte, die auch innerhalb der Region vermarktet werden, in allen Bereichen am besten ab.

Bei einer Vermarktung außerhalb der Erzeugungsregion ist neben der Wahl des Transportmittels eine effiziente Transportlogistik der entscheidende Parameter für eine möglichst umweltfreundliche Transportbilanz.

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Auftraggeber

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Projektpartner

Österreichisches Ökologieinstitut