COMPASK - Ablauf

Das Projekt beginnt mit der Phase vom österreichischen Know-how-Transfer in die slowakische Pilotgemeinde Sväty Jur. Durch Austauschexkursionen und integrierte Workshops im Bezirk Bruck an der Leitha und in Sväty Jur werden die Schlüsselerfahrungen zur Bioabfallgartenkompostierung der Projektpartner Land Niederösterreich und Stadt Wien den slowakischen Kollegen aus der Gemeinde Sväty Jur zur Verfügung gestellt. Aus Österreich beteiligen sich Experten im Bereich der Bioabfallgartenkompostierung in Wien (MA 48 und "die umweltberatung" Wien) und Land Niederösterreich (NÖ Landesregierung - RU 3 und GABL), sowie eine österreichische Konsulentin. Parallel dazu verläuft die zweite Projektphase, während derer eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes der Bioabfallwirtschaft in Wien, Niederösterreich, der Slowakei, dem Bezirk Pezinok und der Pilotgemeinde Sväty Jur ermittelt, eine Meinungsumfrage zur Bioabfallgartenkompostierung durchgeführt und ein Implementation Plan zur Etablierung der Bioabfallgartenkompostierung in Sväty Jur erstellt werden. Die Meinungsumfrage in Sväty Jur wird durch slowakische Studenten (AINOVA) durchgeführt. Der Implementation Plan ist von der slowakischen Projektkonsulentin erarbeitet.

Die dritte Projektphase beinhaltet die praktischen Umsetzungsaktivitäten in Sväty Jur und in Wien. Diese werden gezielt nach Altersgruppen orientiert. Beim Gemeindefest wird die Bioabfallgartenkompostierung demonstriert und innerhalb des ganzen Tages werden Anfragen aus der Gemeinde zum Thema betreut. Darauf folgend wird in Sväty Jur eine freiwillige Steuerungsgruppe für Bioabfallgartenkompostierung gegründet. Mitglieder sind Lehrer, NGO-Mitarbeiter, interessierte Bürger und Vertreter der Gemeindeverwaltung, welche auch am Know-how-Transfer mit den österreichischen Projektpartner beteiligt waren. Die Steuerungsgruppe erstellt einen konkreten Aktionsplan für die Stärkung der Bioabfallgartenkompostierung in der Gemeinde. Nach dem Prinzip "der Hilfe zur Selbsthilfe" ist es Ziel, die Kontinuität der Projektführung nach seinem administrativen Schluß aus eigener Kraft in der Gemeinde zu sichern und die Gemeinde bei der Festlegung von Müllgebühren zu unterstützen, welche von Vorteil für die Bioabfallgartenkompostierung wären.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projektes ist eine möglichst zukunftsorientierte Bewußtseinsbildung als Grundlage für eine umweltfreundliche und ressourcenschonende Abfallwirtschaft. Für die Generation von morgen spielen dabei der Kindergarten und die Schule die wichtigste Rolle. In zwei Wiener Schulen wird die Bioabfallgartenkompostierung in der Schulbildung integriert. Die dazu notwendigen Unterlagen werden von "der umweltberatung" Wien eigens für das Projekt erstellt. Nach Übersetzung ins Slowakische wurden diese der Schule in Sväty Jur überreicht und ins Schulintranet gestellt. In der Schule in Sväty Jur nimmt nun das Thema auch einen zentralen Platz im Bildungsprozess ein. Durch einen Besuch der Deutsch lernenden Schulkinder aus Sväty Jur in eine der Wiener Schulen wird der Beginn einer dauerhaften Kompostschulkooperation gelegt. Der Kindergarten in Sväty Jur wird ebenfalls im Projekt einbezogen.

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für Umwelt und Technik
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