Zeit für Graz, StadtbauDion
Planungswerkstatt. Zeit für Graz
Kurzbeschreibung
Die Planungswerkstatt. Zeit für Graz ist ein öffentlicher Verständigungs- und Einigungsprozess, in dem konkrete, konsensfähige Maßnahmen zur Stärkung der Lebensqualität und der Attraktivität der Stadt als Lebens-, Wohn-, Arbeits- und Freizeitort formuliert werden. Durch das Einbeziehen der Bevölkerung können das lokale Wissen und die Fähigkeiten von EinwohnerInnen als Ressourcen für die Stadtentwicklung genutzt und eine breite Akzeptanz und Unterstützung für die formulierten Maßnahmen erreicht werden.
Ziele des Projekts
- Verbesserung der Lebensqualität in Graz
- Verbesserung der Zukunftsperspektiven (insbesondere von JungbürgerInnen) unter anderem durch die Stärkung einer dynamischen und innovativen Wirtschaft
- Stärkung der Identifikation der Einwohnerschaft mit Graz
- Förderung einer konstruktiven und problemlösungsorientierten Kommunikation zwischen Politik, Verwaltung und Bevölkerung
- Förderung eines strategischen und integrativen Einsatzes der finanziellen Ressourcen
Leistungen und Ergebnisse
Der Prozess der Planungswerkstatt verlief in drei aufeinander abgestimmten Phasen. In der Vorbereitungsphase wurde das Baseler Konzept („Werkstadt Basel“) im Detail auf die Charakteristika und Anforderungen von Graz angepasst.
In der Beteiligungsphase wurden alle GrazerInnen eingeladen, ihre Ideen und Visionen zur Verbesserung der Lebensqualität in Graz einzubringen. In 17 Innovationswerkstätten (eine pro Bezirk) wurden von ca. 800 Grazer BürgerInnen rund 1700 Einzelmaßnahmen, Ideen und Lösungsvorschläge erarbeitet. In mehrstufigen Beteiligungsprozessen wurden außerdem jene Zielgruppen angesprochen, die erfahrungsgemäß schwer erreicht werden können (Jugendliche und MigrantInnen). Aus den diskutierten Problemstellungen wurden anschließend Themenbündel und Cluster gebildet, welche die Basis für die Inhalte der sog. Konsenspapiere bildeten.
Der Entscheidungsprozess umfasst schließlich die Erstellung des Aktionsprogrammes als zentrales Ergebnis des gesamten Prozesses sowie die politische Entscheidungsfindung zur Umsetzung der Maßnahmenpakete.
Herausforderungen
Bei dieser Form der Bürgerbeteiligung sollen bestehende Anliegen und Wünsche bereits vor Übermittlung an Verwaltung und Politik von unterschiedlichen AkteurInnen gemeinsam diskutiert werden. Diese Art der Annäherung in den Innovationswerkstätten, den Jugend-Zukunftskonferenzen und in der MigranntInnenkonferenz war für alle Beteiligten anfangs ungewohnt – ebenso wie der Ansatz, seitens der Projektsteuerung inhaltlich nicht in die Diskussion einzugreifen sondern ausschließlich die GrazerInnen über Diskussionsschwerpunkte entscheiden zu lassen.

v.l.n.r.: Josef Pröll (Bundesminister), Peter Mayr (Gemeinderat Graz), Kurt Hörmann (Referat für BürgerInnenbeteiligung), Christa Kranzl (Staatssekretärin), Rene Alfons Haiden (ÖGUT-Präsident), Hans Jörg Raderbauer (freiland ZT-KEG), Herbert Greisberger (ÖGUT-Generalsekretär). Quelle: Armin Bardel
Kontakt
Stadt Graz – Stadtbaudirektion – Referat für BürgerInnenbeteiligung
Kurt Hörmann
Landhausgasse 2
A-8011 Graz
Tel.: 0316/872-3550, Fax: 0316/872-3539
E-Mail: buergerbeteiligung@stadt.graz.at
www.graz.at
Österreichische Gesellschaft
für Umwelt und Technik
Hollandstraße 10/46
A-1020 Wien
Tel +43.1.315 63 93
Fax +43.1.315 63 93-22
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