Maize Cob Board, Kompetenzzentrum Holz

Maize Cob Board (MCB) – Leichtbauwerkstoff aus landwirtschaftlichen Koppelprodukten

Kurzbeschreibung

Maisspindeln fallen in der landwirtschaftlichen Produktion als Koppelprodukt an und werden derzeit keiner systematischen Verwertung zugeführt. Dieses Rohmaterial kann zu einer leichten Kernschicht für Möbelplatten verarbeitet werden. Die neu entwickelte „Maisspindelplatte“ besteht in der Mittelschicht aus Maisspindeln, die auf gleiche Länge gekappt wurden und 3-schichtigem Sperrholz als Decklagen. Die stehende Anordnung der Spindeln in der Mittelschicht garantiert eine hohe Druckfestigkeit und gute Wärmedämmung.

Ziele des Projekts

  • Entwicklung einer biologischen Leichtbauplatte, welche technologisch und wirtschaftlich konkurrenzfähig ist
  • Ermittlung aller für den Möbelbau und Innenausbau relevanten Eigenschaften der Platte hinsichtlich Verarbeitbarkeit
  • Erstellung von Grundlagekonzepten für die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit sowie für die technologischen Möglichkeiten zur Herstellung der Platte

Die wichtigsten Ergebnisse

Der Einsatz von Maisspindelplatten im Möbel-, Innen oder Türenbau würde eine Gewichtseinsparung von ca. 50 % bedeuten. Die Maisspindelplatte übertrifft in Bezug auf Druckfestigkeit und Schraubenauszugsfestigkeit andere Leichtbauplatten bei weitem und kann hinsichtlich Dimensionsstabilität und Wasseraufnahme mit herkömmlichen Holzwerkstoffen mithalten. Zusätzlich zu diesen technologischen Ergebnissen wurde ein Businessplan angefertigt und die wichtigsten Fragestellungen hinsichtlich Rohstoffverfügbarkeit, Finanzierung und Produktionslayout bzw. Produktionsmethoden konnten beantwortet werden.

Herausforderung

Verschiedene Leichtbau-Sandwichplatten mit Kernschichten aus unterschiedlichsten Materialen sind derzeit am Markt erhältlich. Doch nur Maisspindeln sind weltweit, in großen Mengen und kostengünstig verfügbar. Für die Landwirtschaft eröffnet sich mit der Entwicklung der Maispindelplatte die Möglichkeit, Koppelprodukte zu vermarkten. Die Nutzung der Maisspindeln bedeutet daher eine Erweiterung der landwirtschaftlichen Produktpalette im Bereich der stofflichen Nutzung. Zu dieser Rohstoffgewinnung müssen darüberhinaus keine neuen Technologien entwickelt werden, da auf bestehende Systeme zurückgegriffen werden kann.

v.l.n.r.: Josef Pröll (Bundesminister), Ulrich Müller (Bereichsleiter Massivholz & Holzverbundwerkstoffe, Kompetenzentrum Holz GmbH), Christa Kranzl (Staatssekretärin), Rene Alfons Haiden (ÖGUT-Präsident), Herbert Greisberger (ÖGUT-Generalsekretär). Quelle: Armin Bardel

Kontakt

Kompetenzentrum Holz GmbH
Dr. Ulrich Müller
St.-Peter-Straße 25
A-4021 Linz
Tel.: 0732/6911-4597, Fax: 0732/6911-4086
E-Mail: ulrich.mueller@kplus-wood.at
www.kplus-wood.at

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für Umwelt und Technik
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Tel +43.1.315 63 93
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