Contracting-Preis Energieprofi 2003
Preisverleihung, 20. Oktober 2003

Fünf Preisträgerobjekte (das sechste fiel in die Kategorie Marketing) kommen zusammen auf eine CO2-Einsparung von 2350 Tonnen pro Jahr bei einem Investitionsvolumen von 12,3 Mio Euro. "Anhand dieser wenigen Zahlen wird deutlich, dass das Potenzial für Einsparungen und damit auch für die Auslösung von Investitionen in der Sanierung enorm ist", ist ÖGUT-Generalsekretär Hebert Greisberger, überzeugt. Auch der Präsident des Gemeindebundes Helmut Mödlhammer, ist von den Vorteilen dieses Finanzierungsmodells für Energiespar-Maßnahmen überzeugt. Umso mehr freut es ihn, "dass die Gemeinden ihre Rolle als Innovationsmotoren für nachhaltiges Energiemanagement" so eindrucksvoll wahrnehmen. BM Josef Pröll betonte nachdrücklich, wie wertvoll und notwendig ein breiter Einsatz des Instrumentes bei der Erreichung der österreichischen Klimaschutzziele sei.
- In der Kategorie Contracting-Projekte ging der Hauptpreis an die Forschungsgesellschaft Joanneum Research GmbH für das Thermoprofit-Projekt "Einsparcontracting JOANNEUM RESEARCH Graz Bauliche Sanierung und energetische Optimierung des Gebäudes Steyrergasse 17-19 mittels Contracting". Besonders hervorzuheben: die Einbindung der Wärmedämmung, die Erzielung einer Vereinbarung mit allen Mietern und Fruchtnießern bezüglich der Verwendung der Energiekosteneinsparungen und der Einbezug von Maßnahmen, die im Jahr 7400 m3 Trinkwasser einsparen.
- In der Kategorie Innovationen ging der Hauptpreis an die Fa. nahwaerme.at für die Solarunterstützte, zentrale Wärmeversorgung mit Biomasse für das Baulandsicherungsmodell Obertrum. Die Gemeinde stellt ihr Bemühen um eine nachhaltige und umweltfreundliche Energieversorgung durch die Verpflichtung unter Beweis, die Grundstücke mit Anschlusszwang an das Nahwärmenetz zu verkaufen.
- Der Hauptpreis in der Kategorie Marketing ging an den Verein für Konsumenteninformation. Er trägt mit der Österreichischen Umweltzeichen-Richtlinie 50 "Energie-Contracting" zur Etablierung von Qualitätsstandards bei und erleichtert potenziellen Contracting-Kunden die Contractorensuche.
Anerkennungspreise in der Kategorie Contracting-Projekte erhielten
- das Unternehmen Baxter Vaccine AG für das Projekt Energieeinsparcontracting Baxter Vaccine AG - energetische Optimierung der Produktionsstätte Orth an der Donau mittels Contracting,
- die Marktgemeinde Kirchbach in Steiermark für das Thermoprofit-Projekt "Einsparcontracting-Pool für die Marktgemeinde Kirchbach in Steiermark", in dem insgesamt 14 Gebäude und Anlagen zusammengefasst wurden, sowie die
- Stadtgemeinde Raabs an der Thaya (NÖ) mit dem Contracting-Bündel Raabs an der Thaya für sieben gemeindeeigene Gebäude und Anlagen.
![]()
PreisträgerInnen des ENERGIEPROFI 2003
Hauptpreis Kategorie Contracting-Projekte
Projekttitel
Thermoprofit-Projekt "Einsparcontracting JOANNEUM RESEARCH Graz Bauliche Sanierung und energetische Optimierung des Gebäudes Steyrergasse 17-19 mittels Contracting"
Projektbeteiligte
- Auftraggeber: JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft m. b. H.
- Contractor: ABB Building & Infrastructure Solution GmbH - Energiecontracting
- Beratung: Grazer Energieagentur GesmbH
Ausgangssituation
Das Büro und Laborgebäude der Joanneum Research Forschungsgesellschaft entsprach aufgrund des Alters und des Zustands des Gebäudes nicht mehr den heutigen Anforderungen und Standards.
Ziele
- Bauliche Sanierung und energetische Optimierung des Gebäudes bei geringst möglicher Störung des laufenden Betriebes
- Nachhaltige Senkung des Energieeinsatzes unter Einhaltung der vereinbarten Komfortstandards
- Reibungslose Wärmeversorgung und Betrieb der sonstigen haustechnischen Anlagen unter gegebenen Komfortstandards, zeitgemäßer technischer Standard der Anlagen
Finanzierung
Aufgrund der offenen Finanzierung in Zusammenarbeit mit 2 Fruchtnießern inkl. Vermietungen gestaltete sich die Umsetzung schwierig (komplizierte, rechtlich verwobene Eigentümer- und Nutzerstruktur). Nach mehrmaliger Umplanung zur Kostenreduktion konnte schließlich ein tragfähiges Finanzierungs- und Umsetzungskonzept erarbeitet und eine gemeinsame vertragliche Grundregelung mit Fruchtnießern und Mietern gefunden werden. Entscheidend für die Sicherstellung der Finanzierung war, dass der Mieter damit einverstanden war, die Energiekosteneinsparung für die Sanierung zu verwenden.
Maßnahmen
- Fenstertausch (Holzfenster)
- Dämmung der Gebäudehülle (37 kWh/m2a Heizwärmebedarf)
- Optimierung der Heizverteilungsregelung
- geschlossene Kühlkreisläufe und Nutzung der Abwärme
- Nutzermotivation und Energiecontrolling
- Einsparungsmaßnahmen beim Trinkwasserverbrauch
Ergebnisse
- 99 Tonnen CO2-Einsparung/Jahr
- 7400 m3 Trinkwassereinsparung/Jahr
![]()
Joanneum Research Forschungsgesellschaft (v.l.): Gemeindebundpräsident Mödlhammer, DI Gerhard Bucar (Grazer Energieagentur), Ing. Gernot Bugnits, (Joanneum), BM Pröll, DI Josef Doppelbauer (ABB), ÖGUT-Präsident Haiden, Themenleiterin Contracting Auer
Kontakt
- Auftraggeber: Ing. Gernot Bugnits, T: 0316/876-1148
- Contractor: DI Josef Doppelbauer, T: 0732/7650-504
- Beratung: DI Gerhard Bucar, T: 0316/81 18 48-13, E-mail: bucar@grazer-ea.at
Anerkennungspreis Kategorie Contracting-Projekte
Projekttitel
Energieeinsparcontracting Baxter Vaccine AG - energetische Optimierung der Produktionsstätte Orth an der Donau mittels Contracting
Projektbeteiligte
- Auftraggeber: Baxter Vaccine AG - Produktionsstätte Orth an der Donau
- Contractor: ABB Building & Infrastructure Solution GmbH - Energiecontracting
- Finanzierung: Raiffeisen Leasing GmbH
Ausgangssituation
Beim angesprochenen Objekt konnten keine baulichen Schwachstellen festgestellt werden. In Bezug auf die Anlagen stellten das größte Manko die insgesamt 10 Lüftungsanlagen mit 100 % Frischluftbetrieb (keine Wärmerückgewinnung) und die sehr hohen Abgastemperaturen bei den bestehenden Wärmeträgerölkesseln dar.
Bei den vorhandenen Investitionsgeldern lag der Fokus bei Forschungs- und Produktionskernprozessen. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, ein alternatives Finanzierungsmodell für die Anlagenoptimierungen und -sanierungen zu suchen.
Ziele
Ziel war die energetische Verbesserung bzw. Sanierung der Anlagen, um einen effizienteren und betriebssichereren Ablauf als bisher zu gewährleisten. Darüber hinaus sollten die Maßnahmen eine Verlängerung der Lebensdauer der Anlagen, geringere Wartungsintervalle und geringere Stillstandszeiten mit sich bringen.
Besondere Herausforderungen
Eine besondere Herausforderung stellte im Zuge der Planung und Umsetzung das Problem dar, dass in einen bestehenden Betrieb eingegriffen werden musste. Alleine die Lösung des Platzerfordernisses machte eine exakte Planung erforderlich. Darüber hinaus mussten Anlagenabschaltungen genau mit der Produktion abgestimmt werden.
Nutzen
- Höhere Betriebssicherheit
- geringere Emissionen
- Keine Erhöhung des Betriebsbudgets und Betriebskostensenkung nach Ablauf des Vertrages
- Durch die Verbesserungen bei der Haustechnik gewinnt der Standort an Attraktivität für künftige Forschungs- und Produktionsbereiche innerhalb des Konzerns.
- Risikoauslagerung durch die vertragliche Garantie für die Einsparungen
Ergebnisse
1.300 Tonnen CO2-Einsparung/Jahr
![]()
Baxter Vaccine AG: Gemeindebundpräsident Mödlhammer, DI (FH) Bernhard Oberndorfer (ABB), Ing. Dieter Nedelik (Baxter), BM Pröll, ÖGUT-Präsident Haiden, ÖGUT-Generalsekretär Greisberger
Kontakt
- Auftraggeber: Ing. Dieter Nedelik, 01/20100 - 4618, E-mail: Dieter.Nedelik@baxter.com
- Contractor: DI (FH) Bernhard Oberndorfer, T: 0732/7650-515, F: DW 500, E-mail: Bernhard.Oberndorfer@at.abb.com
- Finanzierungsinstitut: Mag. Rudolf Plasil, T: 01/71601-8074, F: 01/71601-8097, E-mail: Rudolf.Plasil@rl.co.at
Anerkennungspreis Kategorie Contracting-Projekte
Projekttitel
Thermoprofit-Projekt "Einsparcontracting-Pool für die Marktgemeinde Kirchbach in Steiermark"
Projektbeteiligte
- Auftraggeber: Marktgemeinde Kirchbach in Steiermark
- Contractor: CONNESS Energieberatungs- Planungs- und Betriebs GMBH
- Beratung: Grazer Energieagentur Ges.m.b.H (GEA) und Lokale Energieagentur Oststeiermark (LEA)
Ausgangssituation
Einige Objekte der Marktgemeinde Kirchbach sollten aufgrund ihres Alters und Zustandes saniert werden. Seitens der Marktgemeinde Kirchbach wurde ein ganzheitliches Sanierungskonzept gesucht, um sowohl den thermischen als auch den haustechnischen Zustand zu verbessern und darüber hinaus die Straßenbeleuchtungsanlagen zu optimieren. In diesem Gesamtkonzept sollten alle für einen öffentlichen Auftraggeber ausschlaggebende berücksichtigt sein. Im Wesentlichen sind dies
- Kostenoptimales Maßnahmenpaket
- Ausschreibungsverfahren gemäß dem Steiermärkischen Vergabegesetz
- Maastrichtkonforme Finanzierung
Ziele
Seitens der Marktgemeinde Kirchbach waren dies die Verbesserung und Aufwertung des Gebäudebestandes, die Steigerung des Nutzungskomforts und die Erzielung nachhaltiger, vorbildhafter ökologischer und ökonomischer Effekte. Zusätzlich sollte eine dauerhafte Senkung des Energieeinsatzes sowohl bei den Gebäuden unter Einhaltung der vereinbarten Komfortstandards als auch bei der Straßenbeleuchtung unter Berücksichtigung der gesetzliche Bestimmungen erreicht werden.
Pool
Durch die Zusammenlegung von neun Gebäuden und fünf Straßenbeleuchtungsanlagen in einen Pool wurden bei geringsten Gesamtkosten die höchste Energieeinsparung bei gleichzeitiger maximaler Verbesserung erzielt.
Maßnahmen
- Fenstertausch
- Dämmung der Gebäudehülle
- Optimierung der Gebäudetechnik
- Umstellung auf Fernwärme
- Errichtung einer Solaranlage zur Trinkwassererwärmung
- Energiecontrollingsystem
Ergebnisse
60 Tonnen CO2-Einsparung/Jahr
![]()
Kirchbach in Steiermark: Gemeindebundpräsident Mödlhammer, Ing. Robert Frauwallner (Lokale Energieagentur Oststeiermark), DI (FH) Julia Tartler (Conness), Ing. Manfred Nestelbacher (Conness), Bgm. DI Josef Winter (Marktgemeinde Kirchbach), BM Pröll, DI Karl Heinz Lesch (Conness), DI Gerhard Bucar (Grazer Energieagentur), ÖGUT-Generalsekretär Greisberger, ÖGUT-Präsident Haiden
Kontakt
- Gemeinde: Bgm. DI Josef Winter, T: 03116/2313-0, E-mail: winter@kirchbach.at
- Contractor: DI Karl-Heinz Lesch, T: 0316/466 099, E-mail: khl@conness.at
- Beratung: DI Gerhard Bucar, T: 0316/81 18 48-13, E-mail: bucar@grazer-ea.at
Ing. Robert Frauwallner, T: 03152/8575-501, E-mail: frauwallner@lea.at
Anerkennungspreis Kategorie Contracting-Projekte
Projekttitel
Contracting-Bündel Raabs an der Thaya
Projektbeteiligte
- Auftraggeber: Stadtgemeinde Raabs an der Thaya
- Contractor: Siemens Building Technologies GmbH & Co OHG
- Beratung: Waldviertler Energieagentur
Ausgangssituation
Die Stadtgemeinde Raabs/Thaya befasst sich schon seit längerem intensiv mit Möglichkeiten und Ideen zum nachhaltigen und umweltschonenden Umgang mit Ressourcen. Von Seiten der Stadtgemeinde war klar, dass investive Maßnahmen zur Verbesserung der Gebäude und Anlagen sowie zur Reduktion der Energieverbräuche und -kosten aus budgetären Gründen nicht selbst getragen werden können. Es musste daher eine Möglichkeit gesucht werden Sanierungen durchführen zu können, ohne das Gemeindebudget zu belasten.
Ziele
Im Jahr 1999 trat Raabs/Thaya dem Klimabündnis Niederösterreich bei. Durch die Umsetzung von nachhaltigen Klimaschutzmaßnahmen im Bereich der Energieversorgung soll vorrangig die Umweltsituation verbessert und die Lebensqualität in der Region gesteigert werden.
Umsetzung
Als erster Schritt wurde im Frühjahr 2001 die Energiebuchhaltung der kommunalen Objekte eingeführt. Durch die laufende Erfassung der Energiebezüge von Gebäuden und Anlagen sowie deren Auswertung können entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden. Für die kommunalen Objekte in Raabs/Thaya zeigte sich daher sehr schnell, dass ein erhebliches Energiesparpotenzial vorhanden war. 2002 wurde eine - mittlerweile zweite - Initiative zum Aufbau einer Biomasse-Fernwärmeversorgung gestartet. Im Rahmen des Energiekonzeptes Raabs/Thaya wurden Erhebungen durchgeführt und die Wirtschaftlichkeit einer Biomasse-Fernwärmeversorgung nachgewiesen. Der Anschluss der kommunalen Objekte an die Biomasse-Fernwärmeversorgung wurde im Gemeinderat beschlossen und stellte daher eine fix umzusetzende Maßnahme im Contracting-Projekt dar. Der Anschluss des Hallenbades und der Trockenkammern eines Sägewerkes bildeten die Basis für den Betrieb des Biomasse-Heizwerkes im Sommer.
Pool
Folgende Objekte wurden in das Contracting-Projekt einbezogen: Hallenbad, Volksschule, Hauptschule, Kindergarten, Rathaus, Kindergarten, Straßenbeleuchtung mit 33 Katastralgemeinden
Ergebnisse
511 Tonnen CO2-Einsparung/Jahr
![]()
Raabs / Thaya: Gemeindebundpräsident Mödlhammer, Ing. Otmar Schlager (Waldviertler Energieagentur), Bgm. Othmar Knapp (Raabs/Thaya), Dr. Gerhard Proißl (Obmann Energieagentur Waldviertel), BM Pröll, ÖGUT-Präsident Haiden
Kontakt
- Gemeinde: Bürgermeister Otmar Knapp
- Contractor: DI Oskar Böck, T:01/801 08 435, E-mail: oskar.boeck@at.sibt.com
- Beratung: Ing. Adolf Weltzl, T: 02842/9025 40874, E-mail: energieagentur@wvnet.at
Hauptpreis Kategorie Innovationen
Projekttitel
Solarunterstützte, zentrale Wärmeversorgung mit Biomasse für das Baulandsicherungsmodell Obertrum
Projektbeteiligte
- Auftraggeber: Gemeinde Obertrum, Salzburg
- Contractor: s.nahwaerme.at Energiecontracting GesmbH & Co. KG, S.O.L.I.D.
Ausgangssituation
Die Gemeinde Obertrum hat eine Reihe von Grundstücken gekauft bzw. getauscht, um der einheimischen Bevölkerung Grundstücke anbieten zu können.
Ziele
Ziel war es, ein Baulandsicherungsmodell auf Basis von erneuerbaren Energieträgern zu realisieren. Unter einem Baulandsicherungsmodell ist die zentrale Aufschließung eines Bebauungsgebietes für private Bauwerbende zu verstehen. Bisher galt die zentrale Wärmeversorgung für Baulandsicherungsmodelle wegen vieler Faktoren als nicht durchführbar. Dazu zählten unter anderem die Tatsache, dass auf dem Versorgungsgebiet noch keine Objekte errichtet sind und sich die Bebauung über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren erstrecken wird, die notwendige Vorinvestition in die Heizanlagen-Infrastruktur, die geringe Wärmedichte durch das Fehlen von Geschoßwohnbauten, sowie verbesserte Wärmeschutzmaßnahmen und der daraus resultierende geringere Energiebedarf der Häuser.
Die Vorteile einer zentralen gegenüber einer dezentralen Anlage liegen vor allem in der umweltschonenderen und effizienteren Anlage, im geringeren Platzbedarf für die Wärmeversorgung im Einfamilienhaus und dem hohen Komfort für die einzelnen HausbesitzerInnen. Die folgenden Ziele standen bei der Planung dieses Projektes im Vordergrund:
- Einsatz erneuerbarer Energien zur Bereitstellung von Wärme für Heizung und Warmwasser
- Niedrigere Kosten als bei Einzellösungen
- Durch niedrige Netzverluste ein weitläufiges Nahwärmenetz ökonomisch betreiben
- Demonstration der ökologischen und ökonomischen Sinnhaftigkeit dieses Projektes mit einer Beispielwirkung auf andere Gemeinden bzw. Bauträger
Umsetzung
Bei der Konzepterstellung wurden bisherige Wege der Anlagenplanung von zentralen Biomasseheizwerken verlassen und das gesamte Anlagendesign auf das Projektumfeld abgestimmt. Es wurden vor allem die Übergabestation und Wärmespeicherung (dezentrale Pufferspeicher), die Wärmeverteilung (Reduktion der Netzverluste um 50 bis 70%), die Regelungstechnik bzw. das Lastmanagement (Optimierung des Betriebes der Anlage) und die Brennstofflogistik einer neuen Konzeption unterworfen. Bei der Biomasseanlage werden Rostfeuerungen für die Verbrennung von Wald- und Industriehackgut eingesetzt. Es ist der überwiegende Einsatz von Waldhackgut regionaler Landwirte vorgesehen. Zu den organisatorischen Maßnahmen zählt der Anschlusszwang der Grundstückskäufer, dieser wird von der Gemeinde Obertrum (als Grundstücksverkäufer) als Bestandteil des Kaufvertrages durchgesetzt.
Ergebnisse
383 Tonnen CO2-Einsparung/Jahr
![]()
nahwaerme.at: Gemeindebundpräsident Mödlhammer, Harald Kaufmann (nahwaerme.at), BM Pröll, ÖGUT-Präsident Haiden
Kontakt
- Contractor: Harald Kaufmann, T + F: 06235 / 2033, E-mail: h.kaufmann@nahwaerme.at
- Gemeinde: Hr. Leobacher, Bürgermeister, T: 06219 / 6305, F: 06219 / 630523
Hauptpreis Kategorie Marketing
Projekttitel
Österreichische Umweltzeichen-Richtlinie 50 "Energie-Contracting"
Projektbeteiligte
VKI-Verein für Konsumenteninformation, Abteilung Umweltzeichen
Ausgangssituation
Die Qualität eines Energie-Contracting-Projektes wird maßgeblich durch Projektierung, Umsetzung und Controlling sowie durch transparente Verträge beeinflusst. Da bis dahin keine Normen vorlagen, wurde versucht, durch die Entwicklung von Standards die Umsetzung von Projekten zu erleichtern und qualitativ hochwertiges Contracting zu promoten.
Ziele
Die Qualitätskriterien tragen zu einer Standardisierung in der administrativen Abwicklung von Contracting-Projekten bei und führen auch zu einer größeren rechtlichen Sicherheit für Auftraggeber und Auftragnehmer.
Inhalt
Die Richtlinie richtet sich an die Auftragnehmer von Contracting-Projekten. Eindeutige definitorische Bestimmungen und Mindestanforderungen an den Vertrag sollen Klarheit zwischen Auftraggebern und Contractoren schaffen bzw. sich als Standards am Markt etablieren.
Das Prüfprotokoll und die Überprüfung von umgesetzten Projekten anhand von Stichproben sind die Werkzeuge, die die Einhaltung der Richtlinie sicherstellen.
Das Umweltzeichen wird verliehen, wenn der Antragsteller einer qualifizierten Prüfstelle nachgewiesen hat, dass seine Dienstleistung den Anforderungen der Richtlinie entspricht.
![]()
VKI: Mag. Daniela Ostheim, DI Gerhard Plunder, Andi Peter (alle VKI), Gemeindebundpräsident Mödlhammer, BM Pröll
Kontakt
VKI, DI Gerhard Plunder, Andi Peter, T: 01/588 77-255 bzw. 209, F: DW 99255 bzw. 99209, E-mail: gplunder@vki.or.at, apeter@vki.or.at
Fotos von der Preis-Verleihung
Österreichische Gesellschaft
für Umwelt und Technik
Hollandstraße 10/46
A-1020 Wien
Tel +43.1.315 63 93
Fax +43.1.315 63 93-22
E-Mail office@oegut.at
Weiterführende Informationen
Kontakt
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Themenleiterin
Monika Auer
Tel.: ++43.1.315 63 93-17
E-Mail: monika-auer@oegut.at

